The Hobbit

Die Unkenrufe waren leider nicht falsch: «The Hobbit» von Peter Jackson ist kein toller Film, sondern eher ein müder Abklatsch der «Lord of the Rings»-Trilogie.

Erst braucht «The Hobbit» gefühlt ewig, um auf die Gänge zu kommen. Dann aber langweilt die Regelmässigkeit der schrecklich gefährlichen Situationen, scheinen die Special Effects teilweise unfertig und interessieren die Charaktere kaum.

Die wilden Kamerafahrten von Andrew Lesnie scheinen sich selbst zu veräppeln, die grossen Szenen, vielfach inklusive Landschaft und Kameraeinstellungen, wie 1:1 abgekupfert von «The Lord of the Rings». Die endlos lange Szene im Bergwerk nervt am Ende etwa wie der in dieser Hinsicht unvergessene, grauenvolle «The Goonies».

Eine der wenigen Szenen, in der Stimmung aufkommt, nämlich als die Zwerge ihren elegischen Gesang zu singen beginnen, endet völlig abrupt und unbefriedigend. Warum gerade hier wegschneiden und dafür all die unlustigen Zwergengeschichten zuvor bis zur Ermattung zeigen? Man weiss es nicht.

Schon schön, dieses Neuseeland.
Schon schön, dieses Neuseeland.

Das Lustigste am ganzen Film ist eigentlich der erfrischend unmotivierte New Zealand Werbeclip nach etwa 1 3/4 Stunden, mit dem völlig überflüssigen (aber durchaus pittoresken, und sicherlich Reiselust-ankurbelnden) Wasserfall. Ebenfalls ein guter Grund zum Lachen: als Gandalf seine heimbackene Philosophie „it’s the small things that keep the dark at bay“ zum besten gibt.

Und natürlich würde man annehmen, Gandalf hätte die Sache mit den auf Abruf bereitstehenden Adlern irgendwie besser im Griff und würde sie nicht immer bis zur letzten Sekunde wegprokrastinieren.

Bild: offizielles Wallpaper